> Balint-Gruppe

Balint-Gruppen sind im heutigen Verständnis besondere Formen der Supervision in Arbeitsgruppen von etwa acht bis zwölf Teilnehmern welche aus akademisch-medizinischen oder -psychosozialen Berufen/Therapeuten stammen, die sich unter der Leitung eines erfahrenen Psychologen regelmäßig treffen, um über „Problempatienten/-klienten“ aus ihrer Praxis zu sprechen. Das Ziel ist eine verbesserte Beziehung zu den Klienten/Patienten, die schließlich zu einem verbesserten Verständnis und einer verbesserten Behandlung führen soll.

Das wichtigste methodische Element der Balint-Gruppen-Arbeit ist der freie Bericht über ein Fallbeispiel. In der Regel schildert ein Gruppenteilnehmer eine Begegnung mit einem Patienten. Die Gruppe untersucht dann gemeinsam im freien kollegialen Gespräch, in freier Assoziation und Fantasie die daraus erkennbare Therapeut-Patient-Beziehung.

Bei der Balint Gruppe nimmt der Gruppenleiter eher die Rolle eines Moderators an, der sich lenkend, sowohl fachlich als auch methodisch, auf die Aufdeckung von Hintergründen eines Falles in seiner Form der Fragen an die Teilnehmer richtet.

Dipl.-Rechtspfleger (FH)

Dipl.-Psychosoziale-Gesundheitswissenschaften (Univ.)

Peter Baume

Projektmanager und Wissenschaftlicher Dozent